1. Was muss ich beim Kauf meiner Ladestation beachten?

a) Die Ladeleistung. Wie schnell kann mein Auto laden?

Prinzipiell wird zwischen AC- (Wechselstrom) und DC- (Gleichstrom) laden unterschieden. Jede „Ladeart“ hat ihre Vor- und Nachteile, wobei derzeit AC-Laden im privaten Bereich am meisten verbreitet ist. Die maximale Ladeleistung reicht im Normalfall von 3,7 bis 22 kW (Ausnahme Renault Zoe – 44 kW). Die Komponenten Ladestation und Ladekabel können die Ladeleistung weiter begrenzen. Die schwächste Komponente bestimmt hier die Ladeleistung. Die Ladezeit kann ganz einfach durch folgende Formel berechnet werden:

Ladezeit(h) = Batteriekapazität(kWh)/Ladeleistung(kW)

berechnet werden.

b) Steckersystem: Welchen Ladestecker hat mein Fahrzeug?

Je nach Hersteller kommen unterschiedliche Steckersysteme zum Einsatz. In Europa ist der Typ 2-Stecker Standard, wobei asiatische und amerikanische Modelle noch vereinzelt den Typ 1-Stecker verwenden. Wer eine fixes Ladekabel Installieren will, sollte darauf achten, dass dies mit dem Fahrzeug kompatibel ist. Volle Flexibilität ist bei Ladestationen mit Typ 2-Steckdose gegeben, bei der je nach Bedarf auch andere Ladekabeltypen angeschlossen werden können. Gerade im öffentlichen Bereich sind solche Ladestationen sehr weit verbreitet.

c) Worauf soll ich bei der Auswahl des Ladestationsherstellers achten?

Entscheiden Sie sich bei der Auswahl der Ladestation für getestete Qualitätsprodukte, die von Installationsbetrieben und Autoherstellern ausführlich getestet worden sind. Mit einer schnellen Beratung können Sie herausfinden, welche Ladestation die Richtige für Sie ist.

d) Welche Zusatzfunktionen brauche ich wirklich?

Mit der schnellen Entwicklung der Elektromobilität steigen auch die Anforderungen an die Ladeinfrastruktur. „Smart und kompatibel mit anderen neuen Technologien“ lautet hier die Devise, und das kann wiederum nur eine intelligente Ladestation. Mit ihr können Sie verfügbare smarte Funktionen nutzen
(z.B. Laden mit Überschuss aus der Photovoltaikanlage), und sind auch für zukünftige Bedürfnisse bestens ausgerüstet.

e) Wer macht die Installation der Ladestation?

Wir empfehlen grundsätzlich, die Elektroinstallation durch einen qualifizierten Elektroinstallateur planen zu lassen. Bevor Sie eine vorhandene Steckdose zum Laden Ihres Elektrofahrzeuges nutzen, insbesondere bei älteren Gebäuden, muss sichergestellt werden, ob das Laden bei voller Leistung über mehrere Stunden sicher ist.

f) Welche Kosten kommen bei Anschaffung und Installation auf mich zu?

Zuverlässige Ladestationen bekommen Sie im Basismodell ab circa 900€. Die Gegebenheiten am geplanten Ladestandort spielen im Hinblick auf die Kosten eine wichtige Rolle:

  • Wie weit ist der Parkplatz vom Sicherungskasten entfernt
  • Sind Grabungsarbeiten erforderlich?
  • Kann die Ladestation an der Wand montiert werden oder wird ein Standfuß gebraucht?
  • Ist eine Leitung zum Standort schon vorhanden?

Diese Fragen können die Kosten maßgeblich beeinflussen.

2. Was muss bei der Installation der Ladestation beachten werden?

  • Die Länge des Ladekabels ist entsprechend dem Montageort ausgewählt.
  • Jeder Ladepunkt sollte an eine separat abgesicherte Leitung angeschlossen werden.
  • Die Sicherung ist entsprechend der Belastbarkeit des Kabels und der Ladeleistung auszuwählen.
  • Jede Ladestation muss mittels eines eigenen FI-Schutzschalters abgesichert werden, entweder Typ A oder Typ B + Gleichstromfehlererkennung.
  • Die Leistungslänge, -querschnitt und -verlegeart sollten auf die gewünschte Ladeleistung, z.B. 22kW (32A), ausgelegt sein.
  • Die Zukunftsfähigkeit der Ladestation soll berücksichtigt werden.

 

3. Welche Steckertypen für Elektroautos gibt es?

a) Typ 1 Stecker

Ein einphasiger Stecker, der Ladeleistungen bis zu 7,4 kW (230 V, 32 A) erlaubt.

b) Typ 2 Stecker

Der am weitesten verbreitete Stecker im europäischen Raum. Gängige Ladeleistungen im privaten Bereich reichen bis 22 kW (400 V,32 A), und im öffentlichen Bereich sind bis zu 44 kW (400 V, 63 A) möglich

c) Combo Stecker CCS

Dieser Stecker ergänzt den Typ 2-Stecker mit zwei zusätzlichen Leistungskontakten um eine Schnellladefunktion und unterstützt AC- und DC-Laden (Wechselstrom- und Gleichstromladen) mit bis zu 170 kW. In der Praxis liegt der Wert eher bei 50 kW. 

d) CHAdeMO Stecker

Dieses Schnellladesystem wurde in Japan entwickelt und erlaubt Ladevorgänge bis zu 100 kW. An den meisten öffentlichen Ladesäulen steht allerdings nur eine Leistung von 50 kW zur Verfügung, was in der Regel aber völlig ausreicht. Folgende Hersteller bieten Elektroautos an, die mit dem CHAdeMO-Stecker kompatibel sind: BD Otomotive, Citroën, Honda, Kia, Mazda, Mitsubishi, Nissan, Peugeot, Subaru, Tesla (mit Adapter) und Toyota. 

e) Tesla Supercharger

Tesla verwendet den Mennekes-Stecker Typ 2, um mit Gleichstrom zu laden. Dieser kann mit einer Ladeleistung von bis zu 120 kW ein Model S zu 80% innnerhalb von 30 Minuten laden. Die Ladung bietet derzeit Tesla kostenlos seinen Kunden an. Andere Autofabrikate können derzeit nicht an Tesla Superchargern geladen werden. 

4. Welche Förderungen der Elektromobilität gibt es derzeit in Österreich?

Seit 1.Januar 2016 gibt es für den Ankauf eines Elektrofahrzeuges Vergünstigungen. Spezielle Regelungen für Elektroautos werden nach Bundesland geregelt.
Grundsätzlich können Privatpersonen, Betriebe, Gebietskörperschaften und Vereine eine Förderung erhalten.


Elektroauto:

  • Förderung Elektroauto 4.000 € Privatpersonen (3.000 € Betriebe)
  • Förderung Elektronutzfahrzeuge 20.000 € (Betriebe)
  • Förderung Elektrobusse 60.000 € (Betriebe)
  • Förderung Plug-in-Hybride 1.500
     

Ladestation:

  • Private Ladestation 200 €
  • Intelligente Ladekabel 200 €
  • Öffentlich zugängliche Ladestation 10.000 €

 

Nähere Information gibt es bei www.umweltfoerderung.at


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